Langlauf in der Großstadt
am 08.04.04

Im letzten Jahr hat der Wettergott alles vermasselt, doch heuer war er zu schwach, um dem tollen Event in der Großstadt einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Die Geschichte begann recht spät, denn erst im August wurde das Alpincenter in Bottrop dazu auserkoren, den Schnee für das Riesenevent in Düsseldorf zu liefern. Ab September haben wir dann die Schneeproduktion begonnen, um die über 3000 Kubikmeter Schnee für die 800m lange Langlaufpiste in Düsseldorf zu produzieren. Unsere Skikunden waren begeistert, da das Schneedepot auf der gesamten Piste gelagert wurde und die Snowboarder und Skifahrer daraus Schanzen bauten.

Mit Thomas Kärcher aus Mainz organisierten wir den Transport, da er für diese Arbeit schon Erfahrung mitbrachte, vom letzten Jahr auf Schalke beim Biathlon. Ganze 100 LKWs sollten die 60km nach Düsseldorf rüberrollen. Die Aktion dauert mit Pausen 2 Nächte und einen Tag.

Am Donnerstag begann man dann um 17:00 mit dem ersten Laster, doch um 01:00 war unfreiwillig Pause angesagt. Beide Pistengeräte hatten innerhalb einer halben Stunde einen Defekt und zusätzlich noch ein Leck an den Kühlröhren unter dem Schnee entstand.

Da wir sowieso ab 06:00 eine Pause eingeplant hatten, war es jedoch verkraftbar. Trotzdem schwitzten wir ein bisschen, da die Pistenbullis erst gegen Mittag fertig wurden. Ab 14:00 lief dann die Kolonne wieder planmäßig und die 3000 Kubikmeter Schnee waren um 24:00 an den Rhein verfrachtet. 2 Radlader und 2 Pistengeräte haben mittlerweile die gesamte Strecke planiert mit bis zu 40cm Stärke und 12m Breite. Die grosse Brücke machte noch etwas Probleme, da man sie „tropfsicher“ machen musste für die Leute, die unten durchgehen wollten. (Und das waren einige. An beiden Tagen waren 200.000 Leute da.). Da die Plastikfolie die Rampe für den Pistenbulli zu rutschig machte, dauerte es ganze 2 Stunden, bis dieser teil mit Schnee bedeckt war. Wahrscheinlich lag es aber auch an der Erfahrung des Fahrers, der sonst nur in Skigebieten präpariert.

Aber schlussendlich wurde alles fertig und die Läufer konnten ab 09:00 sogar ihre Trainingsrunden drehen.

Ein toller Tag für die Stadt und auch fürs Alpincenter und deren Mitarbeiter, ohne die es sicherlich nicht geklappt hätte.



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